Tuff verdankt seine Entstehung der Vulkantätigkeit in der Osteifel. Getrocknet und zementfein gemahlen wird er als Trass bezeichnet. Tuff findet seit Jahrtausenden als Naturbaustoff in verfestigter Form sowie gemahlen als Trass bei der Herstellung von Bindemittel Verwendung. Seine Geschichte macht diesen Rohstoff einzigartig und nicht nur für Geologen und Vulkanologen interessant.

trasszement

Rheinischer Trass

Der Einsatz von Trass lohnt sich immer, wenn hohe Ansprüche an Zusammenhalt und Homogenität des frischen Mörtels und Betons zu stellen sind und gleichmäßige Sichtflächen erzielt werden sollen.

TRASS:

  • führt zu größerer Elastizität und Plastizität und vermindert dadurch die Rissneigung
  • verringert die Ausblühneigung.
  • verbessert die Wasserundurchlässigkeit.
  • erhöht den Zusammenhalt und vermindert die Entmischungsneigung.
  • verhindert das Wasserabsondern.
  • begünstigt die Pumpfähigkeit.
  • greift aktiv in die Festigkeitsentwicklung ein und ermöglicht eine starke Nacherhärtung. TRASS steigert die Widerstandsfähigkeit gegenüber angreifenden Wässern.
  • setzt bei teilweisem Ersatz des Zementes die Hydratationswärme herab.

 

Puzzolanzement & Portlandpuzzolanzement

Trasszement ist eine Kombination aus Römerzeit und modernem Bindemittel. Der Trassanteil im Zement gibt dem Mörtel, Putz oder Beton eine gute Verarbeitbarkeit, hohe Geschmeidigkeit, Dichtigkeit, hohes Wasserhaltevermögen und Beständigkeit.

MEURIN Portlandpuzzolanzement und Puzzolanzement (Trasszemente) werden durch gemeinsames Vermahlen von Portlandzementklinkern, Trass und Sulfatträgern als Erstarrungsregler hergestellt. Die Zemente entsprechen den Festlegungen der EN 197.

Trass-Zement Mörtel vermindern die Gefahr von Ausblühungen. Bei dem schon klinkerreduzierten Zement bindet der Trassanteil zusätzlich Ca (OH)2 und bildet durch diese Kristallbildung ein sehr dichtes und widerstandsfähiges Gefüge. Lieferung: Trass-Zement kann entweder lose oder in Papiersäcken mit 25 kg Inhalt (brutto für netto) geliefert werden.

Trasshochofenzemente

Trasshochofenzement ist die Weiterentwicklung der seit Jahrzehnten bewährten Baustellenmischung von Trass und Hochofenzement.

Trasshochofenzement wird durch gemeinsames Vermahlen von Portlandzementklinker, Hüttensand und Trass fabrikfertig hergestellt. Diese Hauptbestandteile des Zementes entsprechen den Festlegungen der EN 197-1, Abschnitt 5.2.1 bis 5.2.3.2.

MEURIN Portlandkompositzement und Kompositzement (Trasshochofenzemente) werden durch gemeinsames Vermahlen von Portlandzementklinkern, Hüttensand, Trass und Sulfatträgern als Erstarrungsregler hergestellt. Die Zemente entsprechen den Festlegungen der EN 197.

Zur Herstellung von Betonen nach DIN EN 206-1/ DIN 1045-2, Tabellen F.3.1/F.3.3

Für Beton mit:

• niedriger Hydratationswärmeentwicklung
• hohem Widerstand gegen chem. Angriff
• Nacherhärtung bis zu 70%
• große Wasserundurchlässigkeit (ohne chem. Zusätze)
• gutem Wasserhaltevermögen

 

Trasskalkmörtel

Trasskalkmörtel findet seine bevorzugte Anwendung bei der Verarbeitung von Natursteinen im Rahmen der Denkmalpflege.